1Da ging Henoch hin und sprach zu Azazel: Du wirst keinen Frieden haben. Ein strenges Urteil ist über dich gefällt: Du sollst gefesselt werden.
2Du wirst keine Nachsicht noch Fürbitte für dich erlangen wegen der Gewalttätigkeiten, die du gelehrt, und wegen all der Werke der Lästerung, Gewalttat und Sünde, die du den Menschen zeigtest.
3Dann ging ich hin und sprach mit ihnen allen. Da fürchteten sie sich insgesamt, und Furcht und Zittern packte sie.
4Sie baten mich, für sie eine Bittschrift zu schreiben, damit ihnen Verzeihung zuteil würde, und ihre Bittschrift vor dem Herrn des Himmels vorzulesen
5Denn sie konnten von da an nicht mehr mit Ihm reden, noch ihre Augen zum Himmel erheben aus Scham über ihre Sünden deretwegen sie gestraft wurden.
6So verfasste ich ihre Bitt- und Flehschrift betreffs ihres Geistes, ihrer Einzelhandlungen und der besonderen Bitte um Nachsicht und Vergebung.
7Dann ging ich hin und setzte mich an die Gewässer von Dan in Dans Land, das südlich der Westseite des Hermon liegt; ich las ihre Bittschrift vor, bis ich einschlief.
8Da überkamen mich Träume und Gesichte überfielen mich; ich sah Strafgerichtsgesichte, und eine Stimme drang in mich, es den Himmelssöhnen zu berichten und sie zu rügen.
9Als ich erwachte, ging ich zu ihnen. Sie saßen alle weinend und mit verhüllten Gesichtern beisammen, in Abelsjail zwischen dem Libanon und dem Senir.
10Ich erzählte vor ihnen alle die Gesichte, die ich im Schlafe gesehen hatte; ich begann, die Worte der Gerechtigkeit zu reden und die himmlischen Wächter zu rügen.